Rheidt


 

 

Der Dorfplatz

Rheidt wird erstmalig 1109 in einer Urkunde des Erzbischofs Friedrich I. erwähnt. Somit feiert Rheidt im Jahre 2009 das 900 jährige Bestehen.

1897 erhielt Rheidt eine Bahnstation der Kreisbahn Linie Rheidt / Bergheim.

Die Bahnlinie verlief auf der Ostseite des Dorfplatzes.

 

 

In den 20er Jahren wurde wegen der Kohletransporte die Linie auf einen Bahndamm verlegt und bis Rommerskirchen verlängert .

Das Bild unten zeigt den "neuen" Bahnhof, an dem aber heute kein Zug mehr hält.

 

 

 

Auf der linken Seite des Dorfplatzes  befindet sich dieses alte Wegekreuz, welches Ende des 18. Jahrhunderts errichtet wurde.

 

 

 

Auf dem Dorfplatz in Rheidt wurde ein Kriegerdenkmal zum Gedenken der Gefallenen des 1. und 2. Weltkriegs errichtet,

das noch heute durch die Bewohner, sowie die Dorfgemeinschaft Rheidt liebevoll gepflegt wird.

 

 

 

 

Ein weiteres Zentrum des Dorfplatzes ist der nett angelegte Dorfbrunnen unmittelbar neben dem Biergarten der Gaststätte "Gertrudeneck"

 

 

 

Fachwerk Haus Schankwirtschaft

von Peter Doll

Auf der Südseite des  Dorfplatzes schmückt das alte Fachwerkhaus das Bild. Die Aufschrift des liebevoll gepflegten Anwesen ist "Schankwirtschaft von  Peter Doll".

Peter Doll zeichnete sich durch seine Tapferkeit im Kriege von 1870/71 aus,

sodaß er das Eiserne Kreuz II. Klasse, eine für Soldaten seltene Auszeichnung,

bekam. Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg übernahm er die elterliche Gaststätte.

Durch seinen Humor und seiner Hilfsbereitschaft wurde er in der ganzen Gegend bekannt und beliebt.

1897 wurden in der Schenke Peter Doll die Fahrkarten für die Bahnlinie Rheidt Bergheim verkauft.

Nach einer Restauration lebt heute Familie Könen im alten Fachwerkhaus und bemüht sich bewundernswert um die Erhaltung des Hauses.

 

       

 

 

Gertrudenkapelle

Die Getrudenkapelle findet man an der Höferstraße, auf dem Weg nach Büsdorf, hinter dem Bahndamm.

Wann die Kapelle erbaut wurde ist nicht überliefert. Sie ist der Hl. Gertrud geweiht,

der zweiten Pfarrpatronin der Pfarrkirche St. Michael in Hüchelhoven..

Gertrudis war eine Tochter des Hausmeiers (oberster Hofbeamter) Pippen aus dem Geschlecht der Karolinger.

Sie war Äbtissin des Klosters Nivelles im heutigen Belgien.

Nach ihrer Heiligsprechung galt sie als Patronin der Feldfrüchte.

Zu Ihrer Statue in der Pfarrkirche St. Michael zu Hüchelhoven zogen die Menschen von nah und fern,

um für eine gute Ernte zu beten. Insbesondere wurde sie gegen Mäuseplagen angerufen.

Dargestellt wird sie mit einer Maus am Äbtissinnenstab.

So zogen vor allem im 19. Jahrhundert Prozessionen zur Getrudenkapelle.

Bei dieser Gelegenheit fand eine Zeit lang am 17. März in Hüchelhoven ein (Jahr)Markt statt.

 

 

 

 

Groß Mönchhof 

 

Die Zisterzienser des Klosters Kamp bei Rheinberg am Niederrhein waren seit dem 13. Jahrhundert in unserer Gegend begütert.

Raimung von Gommershoven vermachte ihnen durch den Eintritt in den Orden seinen Hof bei Bedburg/Rath.

Weitere Schenkungen kamen hinzu. Bereits im 15.Jahrhundert zählten zum Besitz der grauen Mönche der Rather Schopenhof, (Groß)- Mönchhof,

der Neuenhof bei Rommerskirchen sowie der Middeljanshof in Rheidt. Anfangs wirtschafteten die Mönche selber sehr erfolgreich, später waren Pächterfamilien aktiv.

Der Klein-Mönchhof, direkter Nachbar vom Groß-Mönchhof ist, wurde wahrscheinlich um 1480 von diesem abgetrennt.

 Um 1670 waren Vinzent Deutzmann und Odilia Weidenfeld Hofpächter.

Odilia Weidenfeld ließ nach dem Tode ihres Mannes eine Schule in Nähe der Kirche Hüchelhoven erbauen.

Durch die Franzosen um 1800 wurden alle Klostergüter konfisziert und in Säkularisation an neue Eigentümer verkauft.

1890 erwarb Herzog von Aremberg das Gut.

Auf Groß-Mönchhof wird kein Ackerbau mehr betrieben, sondern Pferde versorgt.

Erstmalig in der langen Geschichte des Mönchhofes bewohnt die Eigentümerfamilie Boeser den Hof.

Den Klein-Mönchhof kaufte RWE. Zurzeit zieht die Familie Thywissen (Rey) nach langen Jahren aus.

 

Im Jahre 1741 wurde auf dem Hof dieses Hofkreuz errichtet.

 

 

Gilbach

Die Gebiete am Bach wurden bereits in der jüngeren Steinzeit besiedelt. Konkrete Funde bei Auenheim stammen aus der Zeit um 400 v. Chr.

Die Gilbach, (eigentlich müsste der Bach ja nach dem Nachbardorf Gill "der Gillbach" heißen),

war Namensgeber des Gilgaues, einer mittelalterlichen fränkischen Gaugrafschaft.

Ursprüngliches Quellgebiet war der Bethlehemer Wald zwischen Bergheim und Nieder- und Oberaußem,

der durch die Entstehung der Tagebaue Bergheim und Garsdorf abgebaggert wurde. Heute wird die Gilbach vom RWE-Power Kühlwässern gespeist.

Die Gilbach durchfließt die besten Zuckerrübenböden und mündet bei Weckhoven vor Neuss in die Erft.

Durch sein klares, fischreiches Wasser ist der Bach auch heute beliebtes Ziel eines Eisvogelpaares im Bereich der Mönchhöfe,  

von Graureihern, und Kindern an heißen Sommertagen.

In Rheidt und Hüchelhoven wurde die Bachaue durch Wiesen und Ausgleichsflächen von RWE-Power  naturnah erhalten.

Ein Rad-und Wanderwege neben dem Bach lädt zu Fitness und Naturgenuss ein.

 

 

 

 

 

Die Menschen in Rheidt



 

Neben den Großevents wie der Kirmes in Rheidt,

dem Vatertag planten die Bewohner zum 900 jährigen Bestehen ihrer Heimat einen Weihnachtsmarkt auf dem Dorfplatz,

der auch nach dem Jubiläumsjahr bis zum heutigen Tage jeweils am 1. Advent nicht mehr weg zu denken ist.

Bis weit über die Grenzen des Dorfes hinaus kennt man den kleinen Weihnachtsmarkt und man wird hier von der vorweihnachtlichen Stimmung regelrecht angesteckt. 

Auch der Start der Homepage Rheidt Hüchelhoven.de sollte nicht auf sich warten lassen. Nach langer Planung ging im September 2008 die Seite

rheidt-huechelhoven.de ins Netz und versorgte nicht nur die Bewohner des Doppelortes

mit den neusten Infos, sondern hielt auch ständig seine  Aktionen ab.

Im Jahre 2010 wurde die schönste Weihnachtsdekoration des Doppelortes gesucht.

Ergebnis war ein Doppelort im weihnachtlichen Lichterglanz.

Auch Ostern ließ man sich nicht Lumpen und machte aus dem bekannten Spiel Schnitzeljagd - eine "Eier" Jagd.. 


 

 

 

Der starke Zusammenhalt der Menschen spiegelt sich auch in der Hilfsbereitschaft untereinander wieder.

So sieht man auch mal auf den Nächsten und bietet gerne seine Hilfe an.


 

 

Auch das Kriegerdenkmal auf dem Dorflatz in Rheidt steht stets gepflegt an seinem Platze.

Die Dorfgemeinschaft Rheidt kümmert sich liebevoll um diesen  Ort und ehrt mit der Pflege die Gefallenen der beiden Weltkriege.

 Die Geschichte von Rheidt ist noch lange nicht zu Ende geschrieben.

Es sind die Menschen die jeden Tag aufs Neue dafür Sorge tragen, das das Leben in Rheidt lebenswert ist und bleibt.